Mythos 3: Mit Desinfektionsmitteln überstehen Sie Erkältungswellen unbeschadet

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Wie Milena Schwoge in ihrem ZEISS Online Artikel schreibt, sollte im Privatbereich nur in seltenen Fällen, etwa bei hochansteckenden Erkrankungen, zu Desinfektionsmitteln gegriffen werden. Im Focus wird sogar davor gewarnt, sich aus Angst vor der Grippe seine Wohnung bzw. Hände mit Desinfektionsmitteln zu reinigen. Denn das kann nicht nur der Gesundheit schaden. Es fördert auch die Entstehung hochgefährlicher Keime.

Wie eine Studie des Instituts für Umwelttechnologie der Technischen Universität Graz zeigt, kommen Antibiotikaresistenzen vermehrt an Orten vor, die besonders sauber gehalten werden – wie Intensivstationen.

„Kein Mensch wird gesünder durch den unbegründeten und ungezielten Einsatz von Desinfektionsmitteln“, sagt der Hygieniker Ernst Tabori, den die Journalistin in der ZEIT zitiert. Er ist der Auffassung: „In der normalen häuslichen Umgebung sind Flächendesinfektionsmittel überflüssig.“ Um Möbeloberflächen und die technischen Geräte sauber zu halten, reicht es in der Regel aus, wenn diese feucht abgewischt werden.  Wer die gesundheitlichen Risiken minimieren sollte, braucht also nur ganz einfache Hygieneregeln beachten.

 

„Was wirklich gegen Keime hilft“ betitelte die Journalistin Milena Schwoge ihren Artikel, der Anfang 2020 auf ZEIT ONLINE erschien.

Dank Ihrer Recherchen kristallisierten wir in unserer Meldungsserie fünf Mythen heraus, die sich nach wie vor halten. In loser Folge behandeln wir diese fünf Mythen auf unserer Website:

 


Quellenangabe:
„Mehr Schaden als Nutzen: Warum Sie zuhause keine Desinfektionsmittel verwenden sollten“,  FOCUS online, 30. November 2019